Anträge der Perspektive FCK zur JHV am 30.11.12

Zur bevorstehenden Jahreshauptversammlung des 1. FC Kaiserslautern hat die Perspektive FCK einen Antrag auf Satzungsänderung gestellt, um so die noch zu gründende neue Abteilung „Fans und fördernde Mitglieder“ in der Vereinssatzung zu verankern. Wenn auch aus unserer Sicht zur Gründung der neuen Abteilung eine Änderung der bestehenden Satzung nicht zwangsläufig nötig wäre, so wurde von Seiten des Vorstandes die Satzungskonformität einer solchen Abteilung mit der aktuellen Vereinssatzung angezweifelt.
Daher haben wir uns dazu entschlossen, durch den nun gestellten Antrag für die von uns beantragte Gründung der Abteilung „Fans und fördernde Mitglieder“ eine solide Grundlage zu schaffen und damit eine wichtige Weiche für eine positive Zukunft „unseres“ 1. FC Kaiserslautern zu stellen. Hierzu haben wir konkret eine Änderung von vier Einzel-Paragraphen der aktuellen Satzung vorgesehen, die aber allesamt diese Zielrichtung verfolgen.

Welche Änderungen wurden konkret beantragt und warum?

1)
Artikel 5 Absatz 3 der aktuellen Satzung soll wie folgt neu gefasst werden:
„In dem Aufnahmegesuch soll die Abteilung bezeichnet werden, der sich der Bewerber anschließen will. Beabsichtigt der Bewerber nicht aktiv beim 1. FC Kaiserslautern e.V. Sport zu treiben (passives Mitglied), so wird er Mitglied der Abteilung ‚Fans und fördernde Mitglieder’.“

Warum?

In der aktuellen Vereinssatzung ist eine Unterscheidung zwischen „aktiven“ und „passiven“ Mitgliedern nicht vorgesehen. Der 1. FC Kaiserslautern e.V. hat mittlerweile jedoch über 17.000 Mitglieder, von denen ein Großteil nicht aktiv Sport treibt. Dieser Entwicklung hat der Verein unter anderem bereits dadurch Rechnung getragen, dass bei der Beantragung einer Mitgliedschaft nicht nur die Abteilung, sondern auch zwischen „aktiv“ und „passiv“ gewählt werden kann, obwohl die Satzung eine solche Differenzierung nicht vorsieht. Dies allein zeigt, dass insoweit Handlungsbedarf besteht, die Vereinssatzung den aktuellen Entwicklungen und Gegebenheiten anzupassen.
Es ist daher sinnvoll, auch in der Vereinssatzung zwischen aktiven und passiven Mitgliedern zu unterscheiden. Hierauf zielt die beantragte Änderung von Artikel 5 Absatz 3 ab, durch welche auch die Bezeichnung „passives Mitglied“ im Sinne der Satzung legal definiert wird. Durch die neue Regelung wird jedes „passive“ Mitglied automatisch Mitglied der neu zu gründenden Abteilung „Fans und fördernde Mitglieder“ und unterstützt damit den Gesamtverein.

2)
In Artikel 6 Absatz 2 sollen die Worte „und die Einrichtungen des Vereins nutzen“ gestrichen werden.

Warum?

In der aktuellen Fassung von Artikel 6 Absatz 2 heißt es: „Jedes Mitglied kann nach Maßgabe der Satzung und der Vereinsordnung an dem Vereinsleben teilnehmen und die Einrichtungen des Vereins nutzen“. Dies lässt erkennen, dass bei Abfassung dieses Artikels an eine derart große Mitgliederzahl noch nicht gedacht worden war. Der Verein würde vor immensen praktischen Problemen stehen, würden sich alle Mitglieder auf diesen Passus in der Satzung berufen. Auch deswegen erscheint es unabdingbar, die Satzung entsprechend den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Die beabsichtigte Änderung von Artikel 6 Absatz 2 würde in diesem Zusammenhang verhindern, dass im Hinblick auf die Nutzung der vereinseigenen Einrichtungen das oben geschilderte Problem auftritt.

3)
In Artikel 20 Absatz 1 Satz 1 sollen hinter den Worten „Zur Erfüllung seiner sportlichen“ die Worte „und sonstigen“ eingefügt werden.

Warum?

Diese Änderung soll lediglich zur Klarstellung erfolgen. Schließlich ist es bereits aktuell so, dass nicht alle Abteilungen des Vereins rein sportliche Aufgaben erfüllen, sondern sich auch um das „Drumherum“, das Wohl des Gesamtvereins oder soziale Zwecke kümmern (so etwa die Abteilung „Ordnungsdienst“, die ebenfalls keine rein sportlichen Zwecke verfolgt, sondern dazu beiträgt, dass die sportlichen Zwecke anderer Abteilungen gefördert werden oder auch die geplante Museumsabteilung).

4)
Nach Artikel 20 Absatz 4 soll ein neuer und wie folgt lautender Absatz 5 eingefügt werden:
„Alle passiven Mitglieder bilden die Abteilung ‚Fans und fördernde Mitglieder’. Diese unterstützt den Vorstand sowie die übrigen Vereinsgremien und Abteilungen insbesondere bei der Mitgliederverwaltung, der Fanbetreuung und dem Ticketing.“

Warum?

Diese Änderung würde schließlich die noch zu gründende Abteilung „Fans und fördernde Mitglieder“ konkret in der Satzung verankern und zudem deren Zwecke und Aufgaben umreißen. Durch die Schaffung dieser Abteilung können alle „passiven“ Mitglieder in einer Abteilung zusammengefasst werden.

Was spricht überhaupt für die Gründung einer Abteilung „Fans und fördernde Mitglieder“? Welche Vorteile ergäben sich für den Verein und für das einzelne Mitglied?

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich immer durch außerordentlich engagierte und kreative Fans ausgezeichnet. Dies hat auch die aktuelle Vereinsführung bereits vor Jahren erkannt, sodass es unter Stefan Kuntz gelungen ist, das ohnehin schon vorhandene „Wir-Gefühl“ noch zu intensivieren und die Fans wieder näher an die Mannschaft und den Verein heranzuführen. Um das hier vorhandene hohe Potential noch weiter und effektiver auszuschöpfen, ist die Gründung der Abteilung „Fans und fördernde Mitglieder“ aus unserer Sicht der nächste logische Schritt. Viele Vereinsmitgliedern haben bereits einen Wechsel in die noch gar nicht gegründete Abteilung beantragt. Dies verdeutlicht doch nur, dass der FCK viele „positiv verrückte“ Fans hat, die sich gerne noch mehr einbringen möchten.

Wer also bisher vielleicht immer den Eindruck hatte, selbst nicht viel bewegen zu können, soll dazu nun ermutigt werden. Den derzeit schlicht als „passive Mitglieder“ definierten Personen soll daher eine Unterstützung und vor allem die Möglichkeit gegeben werden, sich trotz der Bezeichnung „passiv“ auch aktiv in das Vereinsleben einzubringen. Die neue Abteilung soll also in erster Linie dazu beitragen, die „passiven“ Mitglieder aufzunehmen und sie zu integrieren.

Für die Gründung dieser Abteilung spricht darüber hinaus, dass so der Vorstand, sonstige Vereinsangestellte sowie die übrigen Abteilungen innerhalb des Vereins entlastet werden können, wobei sich gleichzeitig die passiven Mitglieder auch „aktiv“ in das Vereinsleben einbringen und „ihren“ Verein mitgestalten können. Insbesondere im Bereich der Fanbetreuung, der Mitgliederbetreuung oder beim Ticketing bietet es sich an, diese Aufgaben engagierten und „fan-nahen“ Vereinsmitgliedern zu übertragen.

Für den Verein hätte dies auf Dauer Kosteneinsparungen zur Folge, da viele Aufgaben nach und nach auf Mitglieder der Abteilung „Fans und fördernde Mitglieder“ übertragen werden könnten, die diese ehrenamtlich übernehmen würden. Fans und Vereinsmitglieder bekämen einen Ansprechpartner „aus den eigenen Reihen“ und dürften unter anderem eine faire und transparente Ticketvergabe erwarten.

Auch sollte die neue Abteilung nicht als „reine Fanabteilung“ missverstanden werden. Nicht umsonst trägt die beantragte Abteilung also den Zusatz „Fördernde Mitglieder“, was ausdrücklich auf den Gesamtverein und nicht nur die Fußballer bezogen ist. Wir stellen uns die Abteilung als Unterstützung für den gesamten Verein vor und möchten damit auch explizit die anderen Sportarten ansprechen.

Wie geht es weiter und welche langfristigen Ziele werden mit der Abteilung verfolgt?

Sollte die beantragte Satzungsänderung bei der kommenden Jahreshauptversammlung von den Vereinsmitgliedern angenommen werden, steht aus Sicht der Vereinssatzung einer Gründung der von uns beantragten Abteilung nichts mehr im Wege.

Der Vereinsrat muss dann über die Gründung entscheiden. Anschließend wird es zu einer ersten Abteilungsversammlung mit allen interessierten Mitgliedern kommen, auf der die weiteren Formalitäten geregelt werden. Insbesondere muss dann eine Abteilungsordnung von den Mitgliedern der Abteilung aufgestellt werden.

Langfristig ist es sicher ein Ziel, eine Vereinsmitgliedschaft beim 1. FC Kaiserslautern attraktiver zu gestalten und so eine noch höhere Mitgliederzahl zu generieren. Das heißt, dass sich eine Mitgliedschaft aus unserer Sicht wieder mehr „lohnen“ muss als es bisher der Fall ist.

Hinsichtlich der im Einzelnen angestrebten Verbesserungen verweisen wir auf das bereits vor einiger Zeit von uns vorgelegte Mitgliederkonzept, das unter anderem ein ausschließliches Ticket-Vorkaufsrecht für Vereinsmitglieder sowie im Fanartikel-Bereich eine exklusive Mitglieder-Kollektion vorsieht – alles Vorteile, die den Verein keinen Cent kosten würden, aber zu einer deutlichen Erhöhung der Mitgliederzahl (und damit zu mehr Einnahmen) führen würden. Gleichzeitig soll die neue Abteilung zur ersten Anlaufstelle für alle Anliegen von FCK-Anhängern werden.

Wer sich uns anschließen möchte, findet bereits jetzt hier einen Wechselantrag zum Download oder kann diesen bei Heimspielen im Fritz-Walter-Stadion am Stand der Perspektive FCK ausfüllen.