Interview: Supporter News

Unser Mitglied Sebastian Scheffler stand dem HSV Supporters Club, für dessen Mitgliederzeitung „Supporter News“ (Auflage 55.000 Stück) im Oktober für ein Interview zur Verfügung. Das komplette Interview könnte ihr nun auch auf unserer Seite nochmals nachlesen.
In gekürzter Form könnt ihr das Interview auch nochmals direkt hier nachlesen:

SN:Moin Scheffler, magst Du dich erstmal kurz vorstellen, damit unsere Leser wissen, mit wem sie es zu tun haben?

Scheffler: Hallo, wie schon erwähnt ist mein Name Sebastian Scheffler, ich bin 31 Jahre alt und komme aus Kaiserslautern. Seit mehr als 13 Jahren gehöre ich der Allesfahrerszene des 1. FC Kaiserslautern e.V. an und bin zudem in diesem Jahr in das oberste Fangremium, die im Februar dieses Jahres neu geschaffene Fanvertretung, gewählt worden. Desweiteren engagiere ich mich sehr stark in der Perspektive FCK. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss der Vereinsmitglieder des 1. FC Kaiserslautern e.V. Da mir dieses Thema sehr wichtig ist, habe ich mich auch hier entschlossen eine federführende Rolle zu übernehmen.


SN: Ähnlich wie unser Hamburger Sport-Verein e.V., ist der FCK ja auch ein Verein der Mitglieder und hat den Profifußball nicht in eine AG ausgegliedert. Magst Du uns kurz Eure Strukturen erklären und welche Möglichkeiten Ihr als Mitglieder habt, Einfluss zu nehmen?

Scheffler: Wie schon richtig erwähnt sind wir einer von sieben eingetragenen Vereinen in der ersten Fußball Bundesliga. Wie bei euch ist auch bei uns die alljährliche Mitgliederversammlung das oberste Vereinsorgan, auf der die Mitglieder durch ihre Stimme den Aufsichtsrat, das oberste Kontrollorgan, wählen von welchem der Vorstand berufen wird.
Der Vorteil von Ausgliederungen und Anteilsverkäufen, nämlich einmalige Einnahmen in Millionenhöhe, kann angesichts der Erfahrungen vor allem aus dem Ausland niemals die verloren gegangene Identität und Selbstbestimmung eines Fußballvereins ersetzen. Eben deshalb sind wir Anhänger des 1.FC Kaiserslautern e.V. sehr stolz auf diesen Status und wir kämpfen mit aller Macht um dessen Beibehaltung. Wer möchte schon einem x-beliebigen Milliardär aus Russland „gehören“, der den Klub jederzeit beliebig an den nächsten Milliardär aus Katar oder China weiter verkaufen kann!

SN: Welche Ziele verfolgt Ihr in den nächsten Jahren – gerade im Bezug auf die Stärkung der Mitgliederrechte und einer Fanorganisation?

Scheffler: Die komplette Neustrukturierung der Fanarbeit durch das neue Fankonzept und der damit verbundenen Wahlen der Fanvertretung, die bei uns dieses Jahr stattgefunden haben, sind ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Durch die festgefahrenen Strukturen wurde dies unabdingbar, um ehrenamtliche Arbeit auf Fanebene bei uns weiter voran zu bringen. Um den Fans und Mitglieder des FCK mehr bieten zu können und um sie mehr in die Arbeit des Vereins mit einzubeziehen, ist die Fanvertretung unverzichtbar. Gerade die Organisation der Sonderzüge wäre in dem Umfang und zu diesen günstigen Preisen ohne das Engagement der Fanvertretung kaum vorstellbar. Für die Zukunft werden auch hier noch Veränderungen stattfinden, welche man erst im Laufe der nächsten paar Monate wahrnehmen wird. Ein paar Beispiele hierfür sind u.a. Fan Club Turnier, Stadionfest, Fan Artikel Sortiment oder die Verteilung der Karten für Auswärtsspiele. Was natürlich ebenfalls nicht zu unterschätzen ist, dass in den letzten 15 Jahren die Kommunikation zwischen Verein – Fans – Mitgliedern nie besser war, als zum heutigen Zeitpunkt. Es findet wieder ein Dialog statt. Die Entwicklung bei Frankfurt, Dortmund und bei euch in Hamburg zeigt uns aber auch, dass die ehrenamtliche Arbeit auch irgendwann an seine Grenzen stößt und man den zeitlichen Aufwand nicht mehr komplett ohne fest angestellte Arbeitskräfte bewerkstelligen kann. Somit geht die Tendenz in ferner Zukunft wohl zu einer eigenen Abteilung mit eigenen Mitarbeitern.

Die Fanvertretung und die Perspektive FCK, sind dabei schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Ob eine eigene Fanabteilung in Kaiserslautern auch möglich ist, steht in den Sternen. Wenn es dazu kommen sollte, werden wir sicherlich nicht die Größenordnung wie bei euch in Hamburg erreichen. Allerdings haben wir hier in Lautern ebenfalls fähige Leute, die den Aufbau und die Umsetzung einer eigenen Fanabteilung durchaus in die Hand nehmen könnten. Bei solchen Entscheidungen spielen allerdings der Verein und dessen Führung eine tragende Rolle. Bisher ist ja jedes FCK Mitglied in der Abteilung „Fußball“ (aktiv/passiv) eingetragen. Eine eigene Abteilung „Fans“ wäre da durchaus sinnvoller. Warten wir ab, was die Zukunft in diesem Punkt bringen wird.

SN: Du hast ja sicher auch die Diskussion verfolgt, dass Fans und Mitglieder immer mehr „Macht“
für sich beanspruchen und einfordern – Wie stehst Du dazu?

Scheffler: Das Mitspracherecht der Mitglieder im Verein ist meiner Meinung nach, das wichtigste überhaupt, nur so können auch die Interessen der Mitglieder gewahrt bleiben. Hierzu gehört neben einem kritischen Hinterfragen auch das aktive Mitgestalten des Vereinslebens.
Gerade wir in Kaiserslautern wurden bis zum Amtsantritt von Stefan Kuntz als Vorstandsvorsitzender und die Wahlen des neuen Aufsichtsrats im Jahr 2008, von den verschiedenen Vereinsvorständen bis an den finanziellen und sportlichen Abgrund gewirtschaftet. Die Jahre 1998 – 2008 waren sehr turbulente Jahre für unseren Verein. In der Vergangenheit sind in der Vereinsführung viele Fehler gemacht worden an denen der Club heute noch zu knabbern hat. Zur damaligen Zeit war die gesamte FCK Fanszene noch nicht so organisiert wie heute. Es gab zwar schon viele Fanclubs und Einzelpersonen welche sich mit vereinspolitischen Themen auseinandersetzen, allerdings wurde oft nur geredet statt gehandelt. Man diskutierte sich in diversen Foren tot, gab dort allerhand kluge Ratschläge und redete sich am Stammtisch den Mund fusselig. Leider erhoben nur wenige Vereinsmitglieder Ihre Stimme bei der jährlichen Hauptversammlung oder schrieben einen kritischen Brief an die damalige Vereinsführung um ihren Unmut kund zu tun. Wer weiß wie sich die Dinge entwickelt hätten, wenn sich zu dieser Zeit die Fans zusammengeschlossen hätten um konstruktiv mit den Vereinsbossen an einem Tisch zu diskutieren.
Es ist ohne Frage keine leichte Aufgabe den Karren aus dem Dreck zu ziehen, den andere dort abgestellt haben. Die Sache läuft momentan sehr gut, wir sind wieder in Liga 1, die finanzielle Lage des Vereins verbessert sich dadurch von Jahr zu Jahr, sodass der Club hoffentlich bald wieder vollständig saniert ist. Das Mitspracherecht der Fans im Verein wieder nachhaltig zu stärken, wird zu oft als etwas Negatives in der Öffentlichkeit dargestellt, was es eigentlich gar nicht ist.

Mir wird die sogenannte „Macht“ der Mitglieder von verschiedenen Interessengruppen einfach zu negativ in der Presse dargestellt. Gerade ehemalige Spieler sollten sich mit ihren Aussagen in diversen Fußballtalksendungen mal vorher überlegen, was sie da für Dinge von sich geben, in die sie meist gar keinen Einblick haben und ihre Kritik nicht an uns Fans richten, die um das Wohl des Vereins besorgt sind, sondern sich auf ihr eventuell vorhandenes Sportliches Fachwissen beschränken. Das gleiche gilt auch für Sponsoren und Vorstände, denen natürlich das Mitspracherecht auch nicht gerade immer gefällt, wenn ihnen jemand etwas genauer auf die Finger schaut, bzw. die Grenzen aufzeigt wo ein Punkt erreicht ist, der mit den Mitgliedern und Fans so nicht weiter gegangen werden kann.

SN: In Deutschland gibt es ja viele Organisationen, die sich vereinsübergreifend aktiv einbringen,
wie beteiligt Ihr Euch dran oder wie seht Ihr diese Arbeit?

Scheffler: Eine Beteiligung an Vereinsübergreifenden Organisationen, wird von unserer Seite sehr positiv gesehen, da bei uns die einheitliche Meinung vorherrscht das man nur Gemeinsam mit allen Fanszenen etwas erreichen kann. Gerade bei den Themen wie der Erhaltung der 50+1 Regel aber auch zur Legalisierung von Pyrotechnik, bei dem Leute und Gruppen von uns aktiv mitarbeiten. Vor zwei Jahren war unsere Fanszene eine der Federführenden bei der Kampagne „Kein Kick vor Zwei“ welche sich für den Erhalt der fangerechten Anstoßzeiten einsetzte und auch immer noch einsetzt. Selbstverständlich hat man auch an der Demonstration in Berlin zum Erhalt der Fankultur teilgenommen und beteiligt sich aktiv beim Fanbündnis Pro Fans. Bei der ein oder anderen Organisation würde man sich auch sehr gerne mit einbringen um noch weitere Themengebiete voranzubringen, leider stößt man aber auch mal an seine personellen Grenzen da viele Personen einfach schon mit der Arbeit im Verein sich am Maximum des machbaren bewegen.


SN: Wie ist die Fanszene in Lautern strukturiert und wie sehen die Reibungspunkte nach Mannheim, Karlsruhe und Frankfurt aus?

Scheffler: Die Fanszene bei uns in Kaiserslautern ist trotz ihrer Größe relativ überschaubar gestaltet. Bis auf wenige alteingesessene Fanclubs wird die Hauptarbeit von den Ultra Gruppen verrichtet. Auch die Zusammenarbeit unter den vier großen Ultra Gruppen funktioniert meist problemlos, da man sich ständig untereinander austauscht und somit die Durchführung von Aktionen und Projekten oftmals gemeinsam angegangen werden. Natürlich haben wir bei uns auch eine breite Masse unorganisierter Fans für die das Vereinsleben und die Unterstützung des Vereins hauptsächlich am Spieltag stattfindet. Auch viele Fan Clubs beschränken sich auf das Spieltagerlebnis, unterstützen aber zu meist noch einen sozialen Aspekt aus ihrer Fanclubkasse. Die Fanvertretung und auch die Leiter der einzelnen Fanclubregionen bilden dabei das Bindeglied zwischen allen Fans.

Die Reibungspunkte nach Karlsruhe und Frankfurt entstehen meist erst dann, wenn auch ein Spiel gegen den jeweiligen Verein ansteht. Die Rivalität zu diesen Vereinen besteht schon über Jahrzehnte und bricht dann meist am Spieltag erst richtig aus, wie man letzte Saison beim Spiel in Frankfurt ja bestimmt auch dem ein oder anderen Bericht in der Presse entnehmen konnte.

Neben den Derbys gegen Frankfurt, Karlsruhe und mit Abstrichen noch Saarbrücken, wo allerdings die letzten Jahre mangels eines sportlichen Aufeinandertreffens die Berührungspunkte gefehlt haben, ist das Derby für uns weiterhin überhaupt das Spiel gegen Waldhof. Trotz des mangels an Spielen kommt es hier immer wieder durch die räumliche Nähe zu Berührungspunkten, sei es auf diversen Weinfesten oder auch beim umsteigen in Mannheim auf dem Bahnhof zu diversen Spielen.

SN: In der letzten Saison sind die Kontakte zwischen unseren beiden Vereinen ja durchaus positiv genutzt worden, und bei beiden Spielen gab es gemeinsame Aktionen – Wie beurteilst Du
unseren Verein?

Scheffler: Sicherlich ist die Berichterstattung über den Hamburger SV e.V. in der deutschen Presse, die letzten Monate nicht gerade Positiv gewesen, durch die sportliche Talfahrt und die Unstimmigkeiten bei euch im Vorstand, allerdings überwiegt hier weiterhin bei mir ein sehr positives Bild von eurem Verein mit einer lebendigen Fanszene und immer noch gut wirtschaftenden Verein. Die Ablösung eures Vorstandes kam für mich zur richtigen Zeit, da dieser aus der Ferne betrachtet das eigentliche Problem für das sportliche Abrutschen war. Die Fehler, die bei uns begangen wurden, sollten für jeden anderen Verein eine Warnung sein, dass man nicht mit aller Macht und möglichen Finanziellen Mitteln versuchen muss jedes Jahr im Europapokal teilzunehmen und damit den Verein in finanzielle Schwierigkeiten bringt oder wie bei uns geschehen fast in den Ruin getrieben hat.
Auch wenn es in der Presse eher negativ gesehen wird, ist für jeden aktiven Fußballfan in Deutschland eure Mitarbeit und kritische Stellung zur Vereinsführung vorbildlich.

SN: Wie beurteilst Du die Arbeit des Supporters Club?

Scheffler: Die Arbeit des Supporters Club mit seinen Strukturen, Aktionen und auch seiner Größe ist einfach einzigartig in Deutschland. Da muss man einfach neidlos anerkennen, dass da Anfang der 90er etwas geschaffen wurde, was nun Jahre später der richtige Weg war und mittlerweile nicht nur für uns ein Großes Vorbild ist. Auch die viele Arbeit die dahinter steckt ist dort hervorzuheben, denn ohne die vielen Ehrenamtlichen Helfer wäre dies wohl nie möglich gewesen.
Es ist schon bemerkenswert, dass ihr mittlerweile über 70.000 Mitglieder in einer eigenen Abteilung habt und dieses neben den wenigen hauptamtlichen Angestellten so gut organisiert bekommt.

SN:Euer Stadionname ist ja in der Satzung verankert, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit,
dass die Mitglieder einem Verkauf mal zustimmen?

Scheffler:Richtig, in unserer Satzung ist festgeschrieben, dass der Stadionname nur mit einer 2/3 Mehrheit umbenannt werden darf. Als in den letzten Jahren die ersten Stimmen laut wurden, dass der Verkauf des Stadionnamen bei einem entsprechenden Angebot eines Sponsors zur Diskussion stehen würde, haben wir uns der Thematik mit der Perspektive FCK angenommen und öffentlich Position zum Erhalt des Stadionnamens bezogen. Mittlerweile haben wir zwei große Demonstrationen zum Erhalt des Stadionnamens durchgeführt, u.a. eine gemeinsam mit euch zusammen, bei eurem Spiel dieses Jahr bei uns in Kaiserslautern, mehrere Tausend „Stadionnamenerhalten – Tradition Bewahren“ T-Shirts verkauft und uns auch in der Presse und im Stadion öffentlich positioniert.
Zu Beginn der Aktion war es für uns schwer. Es gab einzelne kritische Stimmen zu diesem Thema von Fans, welche diese Einstellung nicht mit uns teilten. Da unser Verein finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, konnten sich einige Personen durchaus vorstellen, in Zukunft die Spiele der roten Teufel in der „Maggi-Brühwürfel Arena“ oder im „Haribosportpark“ statt im Fritz-Walter-Stadion zu verfolgen, wenn der Preis stimmt. Auf der anderen Seite erhielten wir enormen Zuspruch von der breiten Masse, welche uns ermutigte bei diesem Thema am Ball zu bleiben.
Wenn man sieht, das mittlerweile fast die komplette Westkurve in die Gesänge: „Für immer Fritz-Walter-Stadion“ einsteigt, gegnerische Fans Sympathiespruchbänder zu dieser Thematik anfertigen und sich ebenfalls an den Gesängen beteiligen und Stefan Kuntz bei Vorträgen verkündet, dass er alles daran setzen wird, dass der Name Fritz-Walter-Stadion erhalten bleibt, kann man schon ein positives Fazit ziehen. Mit Sicherheit sind wir nicht so blauäugig und wissen, dass bei einem entsprechenden Sponsorenangebot die Diskussion wieder von neuem beginnt. Ob sich allerdings so schnell ein Sponsor findet, der dafür verantwortlich gemacht werden will, den Namen Fritz-Walter aus dem Stadionnamen verbannt zu haben, steht auf einem anderen Blatt Papier. Natürlich gehen wir Fans in erster Linie auf den Betzenberg, natürlich wird darüber spekuliert was die Person Fritz-Walter wohl zu dieser Thematik sagen würde wenn er die Möglichkeit dazu hätte, natürlich wird es auch weiterhin Kritiker geben welche nicht unserer Meinung sind, allerdings steht es für uns außer Frage den Namen eines so großen Fußballspielers für ein paar Euro herzugeben. Wir können in Kaiserlautern stolz darauf sein, dass unser Stadionname noch nicht vermarktet wurde. Es gibt schließlich noch andere Möglichkeiten das Stadion besser zu nutzen ohne dafür den Namen zu ändern.

Perspektive-FCK 2.0

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Choreo beim Hamburger Sportverein e.V.

Sonntag, 30.10.2011 17:30 Uhr

Zu dieser „fanfreundlichen“ Anstoßzeit traten unsere roten Teufel zum Gastspiel beim Hamburger SV e.V. an. In der abgelaufenen Saison nahmen wir als Mitgliedervereinigung bereits aktiv beim Heimspiel gegen die Hanseaten an der gemeinsamen Fandemo zum Erhalt der Stadionnamen teil. Damals unterstützen wir die Demo finanziell und personell, so gut es uns möglich war. Da wir ebenfalls sehr großen Wert auf die Erhaltung der Abkürzung e.V. hinter unserem Vereinsnamen legen und der Fanclub „Pfalz Inferno“ eine Fanchoreographie unter dem Motto: „1.FC Kaiserslautern e.V.“ beim Gastspiel in Hamburg plante, beschlossen wir, auch dieses Vorhaben zu unterstützen. Mit Hilfe von weißen und roten Fahnen erstrahlte der Gästeblock in unseren Vereinsfarben. In der Mitte des Blockes erschien unser Vereinswappen als große Blockfahne und am oberen Teil des Blockes prangt ein Spruchband mit der Aufschrift: „ 1. FC Kaiserslautern e.V.“ Die Umsetzung klappte hervorragend und es entstand ein sehr ansehnliches Bild. Einen eigenen Text über die Wichtigkeit der Thematik e.V. könnt ihr ebenfalls hier auf der Homepage nachlesen.

Eingetragener Verein: 1. FC Kaiserslautern e.V.

Was unterscheidet den 1. FC Kaiserslautern eigentlich von Klubs wie Hoffenheim oder Wolfsburg? Klar, die Tradition, die Fans, der „echte“ Fußball, werden die meisten antworten. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, ist allerdings noch ein weiterer Punkt ganz besonders hervorzuheben: Der FCK gehört seinen Fans!

Als eingetragener Verein (e.V.) ist die Mitgliederversammlung, also die jährliche Zusammenkunft der Beitrag zahlenden Fans, das höchste Gremium des FCK. Ihr unterstellt sind Aufsichtsrat und Vorstand sowie alle weiteren Mitarbeiter im administrativen Bereich. Diese traditionelle Vereinsstruktur ist keine Selbstverständlichkeit, wie ein Blick nach Deutschland und Europa zeigt:

In der Bundesliga spielen zur Saison 2011/12 nur noch sieben echte Vereine, die anderen Klubs haben ihre Lizenzspielerabteilungen aus dem Mutterverein ausgegliedert und fungieren überwiegend als GmbHs. Die Fans von Bayern München feuern gar eine Aktiengesellschaft an, der Rekordmeister ist teilweise in Besitz von Wirtschaftsunternehmen wie Adidas und Audi.

Auf den Rängen macht die Gesellschaftsform natürlich keinen Unterschied, kein Fan skandiert „Olé FC Bayern AG“ oder „Heja FCK e.V.“. Und doch hat die Frage „e.V., Ja oder Nein?“ essentielle Auswirkungen auf die komplette Identität eines Klubs! Während im e.V. alle Abteilungen von den Bambinis bis zur Bundesligamannschaft zu 100 Prozent der Mitgliederversammlung unterstehen, können bei den Kapitalgesellschaften Investoren einsteigen und neben Anteilen, wie eben beim FC Bayern oder aktuell bei 1860 München, auch Macht und Entscheidungsgewalt kaufen.

Bekanntestes Beispiel eines Investors in der Bundesliga ist sicherlich Dietmar Hopp. Der Hoffenheimer, der oft auch als „Mäzen“ betitelt wird und offiziell keine Funktion im Tagesgeschäft der Fußball-GmbH inne hat, machte Anfang des Jahres Schlagzeilen, als er gegen den Willen von Trainer Ralf Rangnick den TSG-Starspieler Luiz Gustavo nach München verkaufte. Die nachfolgenden Untersuchungen des DFB-Gerichts konnten dem geschickt agierenden Hopp zwar keinen Regelverstoß nachweisen, doch der zweifache Aufstiegstrainer Rangnick zog die Konsequenzen und trat sofort zurück. Eine komplette Machtübernahme durch Dritte verhindert in Deutschland zwar die 50+1-Regel, doch de facto lassen auch jetzt schon Geldgeber im Hintergrund hier und da die Muskeln spielen.

Gar zu 100 Prozent einem Konzern gehören Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg, mit RB Leipzig schickt sich außerdem bereits das nächste Marketingkonstrukt an, im Konzert der Großen mitzuspielen. Noch schlimmer ist die Situation im Ausland, wo beispielsweise die Anhänger von Manchester United oder dem FC Liverpool Proteste gegen ihre ungeliebten Klubbesitzer organisierten, deren Ausmaße alle Missfallensbekundungen in Deutschland in den Schatten stellen. In England gehören fast alle Erstligisten ausländischen Investoren aus Russland, Arabien oder den USA, die in erster Linie auf Rendite aus sind. Einige Fangruppen sammelten bereits Millionen, um ihre Klubs von den aktuellen Besitzern zurückzukaufen, andere resignierten und gründeten neue Vereine in den unteren Spielklassen. Das England hier kein abschreckendes Einzelbeispiel ist, zeigt der Blick nach Österreich, wo der Getränkegigant Red Bull bei Austria Salzburg einstieg und die komplette Tradition von Vereinsname über Trikotfarben bis zu den errungenen Titeln auslöschte. Die Fans und Vereinsmitglieder konnten nichts dagegen tun, weil sie keine Einflussmöglichkeiten mehr gegenüber den Investoren hatten, und gründeten ihre Austria in der untersten Spielklasse neu.

Der Vorteil von Ausgliederungen und Anteilsverkäufen, nämlich einmalige Einnahmen in Millionenhöhe, kann angesichts der Erfahrungen vor allem aus dem Ausland niemals die verloren gegangene Identität und Selbstbestimmung eines Fußballvereins ersetzen. Eben deshalb sind die Anhänger der verbliebenen eingetragenen Vereine in der Bundesliga, neben dem FCK beispielsweise der Hamburger SV und Schalke 04, sehr stolz auf diesen Status und kämpfen mit aller Macht um dessen Beibehaltung. Wer möchte schon einem x-beliebigen Milliardär aus Russland „gehören“, der den Klub jederzeit beliebig an den nächsten Milliardär aus Katar oder China weiter verkaufen kann?

Deshalb: JA zum 1. FC Kaiserslautern e.V.!

Übersicht: Rechtsformen der Bundesligavereine 2011/12

1. FC Kaiserslautern e.V.
FC Schalke 04 e.V.
Hamburger SV e.V.
VfB Stuttgart e.V.
FSV Mainz 05 e.V.
1. FC Nürnberg e.V.
SC Freiburg e.V.

Hertha BSC GmbH & Co. KGaA
Werder Bremen GmbH & Co. KGaA
Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA
1. FC Köln GmbH & Co. KGaA
FC Augsburg GmbH & Co. KGaA

Hannover 96 KGaA

TSG Hoffenheim GmbH
Bayer 04 Leverkusen GmbH
Borussia Mönchengladbach GmbH
VfL Wolfsburg GmbH

FC Bayern München AG

Neues vom Mitglieder- & Stadionnutzungskonzept

Die Perspektive FCK arbeitet zusammen mit dem Verein momentan an einem neuen Mitgliederkonzept. Nach der Übergabe des ausgearbeiteten Konzeptes im November 2010 (siehe ältere Meldung) wurden unsere Vorschläge bereits auf der letzten Jahreshauptversammlung positiv vom Vorstand erwähnt.

Da unsere Ideen auf reges Interesse gestoßen sind, fand inzwischen ein konstruktives Treffen mit dem Vorstand und Vertretern der Perspektive FCK statt. Bei intensivem Gedankenaustausch wurde dann ersichtlich, dass nicht alle unserer Vorschläge 1:1 umgesetzt werden können.

Es steht zur Zeit noch einiges an Arbeit an. Zunächst werden einige Details noch weiter ausgearbeitet, deshalb bitten wir um Verständnis, dass die geplanten Änderungen noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Wir sind uns aber gleichzeitig sicher, dass sich einige positive Änderungen für die Vereinsmitglieder ergeben werden!

Ebenso befinden wir uns derzeit in der Ausarbeitungsphase einiger Ideen zur alternativen Stadionnutzung. Es ist mit Sicherheit möglich, den Mythos FCK an noch mehr Menschen zu vermitteln, als es derzeit der Fall ist. Dabei wird natürlich berücksichtigt, dass keine kommerziellen Events veranstaltet werden, welche dem Namen Fritz-Walter-Stadion unwürdig sind. Die Meinungen der Fans und Vereinsmitglieder sind uns dabei, wie bei allen anderen Themen, jederzeit willkommen. Wenn ihr eure Vorschläge einbringen wollt, könnt ihr euch jederzeit an die aktuelle Fanvertretung wenden oder kontaktiert uns per eMail. Jedes Vereinsmitglied des 1.FC Kaiserslautern e.V., das sich aktiv in die Arbeit der Perspektive FCK miteinbringen möchte, sollte diese Chance nutzen und ihr beitreten.

Nun heißt es noch, bis zum Saisonende alles für das Ziel Klassenerhalt zu geben! Mit dieser Sicherheit im Rücken, können wir alle positiv in die Zukunft blicken. – Betze, mir packens!

Die Perspektive FCK im April 2011

viaNOgo – Ein Geschäftsmodell am Fan vorbei

Vor gut einem Jahr meldete der 1. FC Kaiserslautern auf seiner Internetpräsenz, dass mit Viagogo, Europas größtem Eintrittskarten-Zweitmarktanbieter, eine Partnerschaft eingegangen wurde. Im ersten Moment erfreulich, dass unser nicht gerade auf Rosen gebetteter FCK eine neue Geldquelle erschließen konnte. Auf den zweiten Blick jedoch ein äußerst fragwürdiges Geschäftsmodell.

Die Partnerschaft umfasst zwei miteinander gekoppelte Verträge, einmal für das Sponsoring in Form von Werbeflächen und einmal in Form des Ticketweiterverkaufs. Des Weiteren hatte die zu Zweitligazeiten entstandene Partnerschaft den Vorteil, dass der FCK durch die abgenommenen Karten im Zuge der Lizenzierung durch die DFL die Liquidität erhöhen konnte. Die schätzungsweise 4.000 bis 5.000 Eintrittskarten, die Viagogo pro Spiel abnimmt, stellten im Zweitligaalltag kein Problem dar, weil das Stadion zu dieser Zeit eigentlich nie voll ausgelastet war.

Spruchband in der Westkurve

Die Probleme, dass keine günstigen Eintrittskarten mehr vorhanden waren, kamen erst mit dem sportlichen Erfolg. So kam es zu einer Ticketknappheit in den letzten beiden Spielen der Aufstiegssaison und in der aktuellen Erstligasaison. Es konnten also meist nur noch überteuerte Eintrittskarten beim oben genannten Anbieter erworben werden. Bei den beiden Spielen gegen die Bayern und den BVB konnten erst gar keine Eintrittskarten in den freien Verkauf gelangen. Das daraus resultierende Ergebnis war, dass sich beim Heimspiel gegen Frankfurt die gewaltbereite Fraktion der SGE-Fans teilweise auf der Süd- und Nordtribüne wieder fand.

Nicht nur gegen Frankfurt trat das Problem auf, denn durch den Verkauf von den Eintrittskarten in den 5er- und 4er-Blöcken durch Viagogo kommt es auch bei anderen Spielen zu einer starken Fanvermischung und gewalttätigen Auseinandersetzungen, wie man gegen Bayern und Frankfurt gut beobachten konnte.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die überteuerten Preise beim dubiosen Zweitmarktanbieter. Es gibt zwar eine Vereinbarung zwischen Verein und Viagogo, dass der Kartenpreis nicht mehr als doppelt so viel wie der offizielle Verkaufspreis betragen darf, was aber nicht für private Verkäufe gilt. Ebenfalls kommt zu dem Kartenpreis noch eine satte Bearbeitungsgebühr und Versandkosten obendrauf. Deswegen kam es auch vor, dass zum Beispiel beim Heimspiel gegen Wolfsburg einige Eintrittskarten unter dem offiziellen Verkaufspreis angeboten wurden, man durch die Bearbeitungsgebühr und Versandkosten aber schlussendlich doch um einiges mehr bezahlte.

Auffällig ist auch, dass nie alle verfügbaren Karten auf einmal online gestellt werden. So will man garantieren, dass immer „günstige“ Tickets vorhanden sind und man sich die Eintrittskarten nicht von den teureren privaten Anbietern kaufen muss. Dies soll zu einer Regulierung des Schwarzmarkts führen, welche man aber auch über die Auktionsplattform eBay erreichen könnte. Die Weitergabe von Tickets bei eBay und Co. verbietet der FCK übrigens explizit in seinen Allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen.

Für das möglicherweise entscheidende Heimspiel gegen Bremen standen bereits am 11. März 2011 über 4.500 Karten aus allen Kategorien und Stadionbereichen bei Viagogo zum Verkauf. Dies steht im Widerspruch zu vorgenannter Regelung, dass von dem Betreiber immer noch günstige Karten zurückgehalten werden – oder Viagogo hat für dieses Spiel ein noch größeres Kontingent. Viagogo bietet somit mehr als 4.500 Karten für das Bremen-Spiel an, während der FCK in seinem Online-Ticketshop „Leider keine Tickets verfügbar“ meldet. Das ist definitiv etwas, was nicht sein kann und nicht sein darf!

In der Bundesliga haben sich auch schon zwei Vereine, der HSV und Schalke, des Problems Viagogo angenommen. Beide haben eine eigene Kartenbörse ins Leben gerufen. Hier können Fans ihre Tickets zum Originalpreis verkaufen oder auch erwerben. Bei einem Kauf der Karte kommt lediglich eine im Verhältnis zum Kartenpreis akzeptable Bearbeitungsgebühr von 15% dazu. Ein weiterer Pluspunkt hierbei ist, dass die Tickets vom Verein vertrieben werden und auf Gültigkeit geprüft werden können.

Viele haben sicherlich auch schon bemerkt, dass häufig ca. eine Woche vor dem Spieltag wieder Karten im FCK-Ticketshop angeboten werden. Dies resultiert daraus, dass Viagogo die nicht verkauften Eintrittskarten wieder zum FCK zurückschicken kann.

Um der Abzocke zu entgehen, können wir Euch momentan nur die Kartenbörsen der bekannten Internet-Foren ans Herz legen. Hier könnt Ihr Eintrittskarten von Fans für Fans zu fairen Preisen erwerben.

(Der Artikel wurde gemeinsam mit dem Fanclub „Kerberos Kaiserslautern“ verfasst.)

Fan Demonstration zum Erhalt traditioneller Stadionnamen

Vor dem Heimspiel gegen den Hamburger SV e.V. fand in Kaiserslautern eine Demonstration unter dem Motto „traditionelle Stadionnamen erhalten“ statt.
Eine Besonderheit bei dieser Demonstration war die Tatsache, dass nicht nur die Anhänger des 1. FC Kaiserslautern e.V. an dieser teilnahmen, sondern sich Fans des FCK und des Hamburger SV gemeinsam der Thematik widmeten. Die Hamburger Fans, deren Stadion bis zum heutigen Tage drei Mal nach dem höchst bietenden Sponsor umbenannt wurde, nahmen dabei – in Anbetracht der Kurzfristigkeit der Planung – mit der zufrieden stellenden Zahl von rund 80 Leuten an der Demo teil.
Ihren Startpunkt hatte die Demo auf dem Willi-Brandt-Platz des Rathauses der Barbarossastadt, auf dem sich im Laufe der Zeit immer mehr Fans des FCK und des HSV einfanden.


Ein Blick auf die Demonstration
Ein Blick auf die Demonstration

Da es uns ein wichtiges Anliegen war, die Demonstration auch mit Inhalt zu füllen, wurde an die anwesenden Fans und später an die Passanten eine eigens für die Demo angefertigte Broschüre verteilt, in der sich ausgiebig mit der Geschichte des Fritz-Walter-Stadions und der Person Friedrich “Fritz” Walter auseinander gesetzt wird.

Beginnen sollte die Demonstration mit einer Kundgebung, bei der Vertreter aus beiden Fanszenen jeweils klar Stellung zum Motto der Demo bezogen, traditionellen Stadionnamen zu erhalten bzw. zurückzufordern.
So betonte in der Eröffnungsrede ein Vertreter der Lautrer Fanszene: „Dabei ist es doch gerade die Legende der traditionellen Stadionnamen, die deren Mythos ausmacht und die mit keinem Geld der Welt zu bezahlen ist. Tradition schafft Identifikation, und aus Identifikation entsteht Treue und Vereinsliebe: Ein Gut, welches man sich nicht einfach erkaufen kann, aber auf das stets Verlass ist!“, während uns von HSV Seite ans Herz gelegt wurde, „den Arsch hochzubekommen“ und zu der Jahreshauptversammlung des 1. FC Kaiserslautern e.V. zu erscheinen, denn ohne unsere Zustimmung kann der in der Satzung verankerte Name des Stadions schließlich nicht geändert werden!
Nach den mit viel Applaus bedachten Reden ging es für die rund 500 Fans aus Hamburg und Kaiserslautern hinter den „Fritz Walter Stadion“ und „Traditionsverein“ Bannern durch die Innenstand in Richtung des Elf-Freunde-Kreisels am Fuße des Betzenbergs.
Lautstark schlängelte sich der Demozug durch die engen Straßen Kaiserslauterns und forderte dabei entschlossen und kreativ den Erhalt des Namens „Fritz-Walter-Stadion“, sowie die Rückbenennung des Hamburger Stadions in „Volksparkstadion“. Doch auch andere Themen wie beispielsweise “Den Erhalt der Fankultur” wurden während dem Demonstrationszug aufgegriffen. Erwähnenswert an dieser Stelle ist, dass sich während dem Marsch durch die Innenstadt viele weitere Fans dem Marsch anschlossen und auch viele interessierte Bürger dem Marsch ihre Aufmerksamkeit widmeten. Ein Zeichen, dass wir mit unseren Forderungen nicht alleine sind!
Nach dem rund 45 Minuten dauernden Marsch erreichte die Demo den 11-Freunde-Kreisel, wo sich viele hunderte Fans beider Lager aufhielten und sich mit den lautstarken Forderungen der Fans beider Vereine solidarisierten und selbst in die Gesänge einstimmten. Nach einer kurzen Abschlussrede wurde die Demo offiziell beendet und die Fans beider Lager gingen zufrieden mit einigen letzten Gesängen ihrer Wege in Richtung des Fritz-Walter-Stadions.

Auch im Verlauf des Spieles solidarisierten sich je beide Fanlager mit Spruchbändern, Sprechchören und spendeten gegenseitigen Applaus. Eine gelungene Geste, die wie schon beim Heimspiel gegen Dortmund in großen Teilen des Stadions auf Gegenliebe und laute Zustimmung stieß.
Während der gesamten Demonstration kam es zu keinerlei Zwischenfällen, ganz im Gegenteil – Es wurde sich intensiv ausgetauscht und somit ein Leitspruch der Demo eindrucksvoll gelebt:
Solidarität ist eine Waffe – sind wir uns ihrer bewusst!

Im Rückblick sind wir sehr zufrieden mit der Demonstration. In Anbetracht der geringen Vorlaufzeit für die Mobilisierung war die Zahl der Teilnehmer äußerst zufriedenstellend und auch des mediale Echo war sehr positiv.

In diesem Sinne: Für immer Fritz-Walter-Stadion, für immer Volkspark in Hamburg!

Glückwunsch an die gewählten Fanvertreter!

Die Perspektive FCK wünscht den 4 gewählten Fanvertretern viel Erfolg in ihrem Amt. Es freut uns natürlich ganz besonders, dass auch Mitglieder der Perspektive FCK den Sprung in die neue Fanvertretung geschafft haben. Dadurch können neben den wichtigen fanrelavanten Themen auch die Interessen und Wünsche der FCK Mitglieder näher an die Vereinsführung herangetragen werden. Viel Glück Jungs!

Die neuen Fanvertreter

‚Perspektive FCK‘ übergibt Mitgliederkonzept

Aufgrund der wirtschaftlichen Lage unseres Vereins machten wir – die Perspektive-FCK – uns mehrere Gedanken wie man diese Missstände mit möglichst geringem Aufwand verändern könnte.
Hierbei stießen wir relativ schnell auf das (nicht wirklich vorhandene) Mitgliederkonzept des
1.FC Kaiserslautern e.V.

Um einen Vergleich zu nennen, welcher von der Führung unseres Vereins in letzter Zeit relativ häufig gewählt wurde, sahen wir uns die Zahlen der Borussia aus Mönchengladbach etwas genauer an. Hier fiel uns direkt der enorme Unterschied von 27.500 Mitgliedern ins Auge(1.FC Kaiserslautern: 15,000 – Borussia Mönchengladbach 42,500), was bei einem Mitgliedsbeitrag von 60€ pro Jahr, Mehreinnahmen von 1,65 Mil. € ergeben würde.

Um auf eine vergleichbare Mitgliederzahl zu kommen erarbeiteten wir ein mehrseitiges Konzept, welches den entsprechenden Gremien im Verein bereits vorliegt. Hierbei achteten wir besonders darauf, wie man den potentiellen Mitgliedern eine Mitgliedschaft schmackhaft machen kann, ohne dem Verein unnötig Mehrkosten zu erwirtschaften.

Wichtig hierbei ist, dass die aus den Rabatten verlorenen Gewinne, durch den Anstieg der Mitgliederzahl und den damit erwirtschafteten Mitgliedseinnahmen um ein weites übertroffen wird.

Im Folgenden sind die daraus resultierenden Punkte stichwortartig aufgelistet:

Normales Mitglied

Bevorzugter Erwerb bei Tageskarten
Preisnachlass bei Dauerkarten
Fanartikelsortiment für Mitglieder
Preisnachlass auf Amateurspiele
Preisnachlass bei Testspielen
Rabatt im Stadionfanshop am Spieltag
Rabatt bei Stadionführung
Sondertrikots (siehe Augsburg-Spiel)

Beitrag: 60 EUR im Jahr Erwachsene

Plus Mitglied

Bevorzugter Erwerb bei Tageskarten
Preisnachlass bei Dauerkarten
Fanartikelsortiment für Mitglieder
Freier Eintritt bei Amateurspielen
Preisnachlass bei Testspielen
Rabatt im Stadionfanshop
Rabatt bei Stadionführung
Sondertrikots (siehe Augsburgspiel)
Ermäßigter Topzuschlag und/oder Wegfall der VVK Gebühr bei Heimspielen
Hinrunden/Rückrunden VVK Recht für Heimspiele
Treffen mit Trainer u. Spielern 1x Jahr
Exklusive Verlosungen
% in der Gastronomie
Geburtstagsgeschenk

Beitrag: 120 EUR im Jahr Erwachsene

Wir haben uns bewusst für die Einführung eines zweischichtigen Mitgliedersystems entschieden. In der FCK Familie gibt es genug Menschen, die dazu bereit sind einen höheren Mitgliedsbeitrag zu zahlen, wenn sie dafür im Gegenzug ein paar Vorteile mehr genießen dürfen. Dass diese Form der Mitgliedschaft eine Satzungsänderung erforderlich macht, ist uns bewusst. Dies sollte aber kein allzu großes Hindernis darstellen, da diese Mitgliedschaft zum Wohle des Vereins und der Mitglieder ist. Eine Unterteilung der Mitglieder in „arm“ oder „reich“ ist dadurch keinesfalls beabsichtigt. Die ausgearbeiteten Vorteile der normalen Mitgliedschaft werden lediglich um ein paar exklusive Zusätze und höhere Rabattstufen erweitert. Das Stimmrecht aller Mitglieder bleibt selbstverständlich unabhängig der Mitgliedsstufe unangetastet, da dies das Fundament eines demokratisch aufgebauten Vereins darstellt. Durch die Plus Mitgliedschaft werden lediglich materielle Vorteile verbessert.

Perspektive-FCK
Im November 2010

Kurzer Rückblick über Fritz Walter und das Stadion am Betzenberg

Wir schreiben das Jahr 1920. Ein Fußballspieler namens Fritz Walter erblickt gerade das Licht der Welt und der Sportplatz am Betzenberg wird mit einem Spiel gegen den amtierenden Rheinkreismeister FC Pfalz Ludwigshafen vor 3500 Zuschauern eröffnet. In den darauf folgenden Jahren erlebten der Fußballer und der Sportplatz viele Höhen und Tiefen in ihrer Geschichte und es war schon früh abzusehen, dass irgendwann das eine zum dem anderen führt! Der kleine Sandplatz am Betzenberg entwickelte sich in den darauf folgenden Jahren Schritt für Schritt weiter.

Es entstand eine Rasenspielfläche, erste Holztribünen wurden gebaut und durch einen Orkan wieder zerstört bis schließlich die ersten Stehränge und Tribünen aus Beton entstanden. Auch der junge Fritz Walter entwickelte sich in den vergangen Jahren und so war es 17 Jahre nach seiner Geburt soweit. Der spätere Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft stürmte zum ersten Mal wortwörtlich den Sportpark Betzenberg und erzielte vier Jahre später gleich drei Tore bei seinem Debüt im Nationalteam. Nach dem 2. Weltkrieg und der vorübergehenden Beschlagnahmung der Franzosen wurde der „Betze“ von den Vereinsmitgliedern wieder hergerichtet. Hier war schon zur damaligen Zeit die tiefe Verbundenheit der Vereinsmitglieder mit ihrem Stadion zu erkennen. Kurze Zeit später feiert .Der 1.FC Kaiserslautern zusammen mit Fritz Walter zwei Deutsche Meisterschaften und die Bundesrepublik erlebt das „Wunder von Bern“. Fünf Jahre nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft beendet Fritz Walter seine beeindruckende Fußballkarriere und wird bis zum heutigen Tag als eine der wichtigsten Personen der BRD in die Geschichtsbücher eingehen. Die Stadt Kaiserslautern, der Verein und die Fans sind stolz auf ihren Fritz, der seinem Verein immer treu blieb und einige lukrative Angebote der Konkurrenten außer Acht ließ, um sein geliebtes FCK-Trikot zu tragen!

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Interessengemeinschaft von Mitgliedern des 1. FC Kaiserslautern